- Als Symbol dieser Region gilt die sog. Glatzer Rose mit gelben Blüten.

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- Als Symbol dieser Region gilt die sog. Glatzer Rose mit gelben Blüten.

 

- Es ist eine lokale Bezeichnung für die Trollblume, die sich hier in der zweiten Maihälfte mit kugelartigen, gelben Blüten zeigt. Sie wachsen sehr dicht auf den Wiesen und ziehen die Aufmerksamkeit der Touristen nicht nur durch ihre gelbe Farbe, sondern auch durch das leichte Schaukeln im Wind auf sich, weshalb man an der Rose nicht gleichgültig vorbeigehen kann. Dies wird dadurch bestätigt, wie oft der Name dieser Rose von lokalen Bewohnern genannt wird.

 

- Ist die Trollblume auf allen Wiesen zu finden?

 

- Die Trollblume hat besonders an feuchten Wiesen Gefallen gefunden. Man kann sie u. A. auf der Wiese unter der Großen Heuscheuer in Karlow bewundern. Je nachdem, wie fruchtbar und wie feucht der Boden ist, kommen andere Arten auf den Wiesen vor, die für diesen Bodentyp charakteristisch sind. Zu den halbnatürlichen und am wenigsten degradierten Wiesen im Heuscheuergebirge gehören Wiesen, die reich an manch geschützter Pflanzenart sind. Zwar gibt es nicht viele Wiesen im Nationalpark Heuscheuergebirge, aber sie sind mit fast 40 Prozent aller Pflanzenarten bewachsen, die im ganzen Park vorkommen.

 

- Welche andere Wiesen gibt es im Nationalpark Heuscheuersgebirge?

 

- Außer den Wiesen, die reich an Pflanzenarten sind, kommen im Park auch die an Pflanzenarten ärmeren Wiesen vor, die sich durch die Dominanz von Gräsern (wie Rotes Straußgras, Weiches Honiggras oder Rasen-Schmiele) auszeichnen. Auf den Wiesen, die auf aufgegebenem Land entstanden sind, kommt selten Wiesen-Siegwurz, der unter Schutz steht, und Alpen-Ampfer, eine alpenländische Art mit großen, breit-ovalen Blättern, vor.

 

- Welche Wiesen sind am wertvollsten im Park?

 

- Als die wertvollste Wiese im Park wird die Sudeten-Orchideenwiese bezeichnet, die sich auf fruchtbaren Böden entwickelt hat, die aber weniger feucht als die Böden sind, auf denen die Trollblume wächst. Auf dieser Wiese kommt die größte Anzahl der Orchideenarten vor, z. B.: Großes Zweiblatt, Mücken-Händelwurz, Männliches Knabenkraut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Rosa Kugelorchis an der einzigen Stelle in Sudeten, unter anderem im Heuscheuergebirge, gesichtet. Zu den Pflanzenarten, die unter Schutz stehen, zählen die Gemeine Akelei, die Kugelige Teufelskralle, den Gewöhnlichen Fransenenzian, den Böhmischen Enzian und den Karpaten-Kranzenzian.