Kalender

Was gibt’s Neues in der Natur?

Januar

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Die belebte Natur ist winterlich erstarrt. Die meisten Pflanzen traten eine Ruhepause ein. Die Lebensprozesse sind stark eingeschränkt, voll erhalten ist aber die Lebensfähigkeit.

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Um die ungünstige Zeit zu überdauern, halten viele Tierarten Winterschlaf. Im Heuscheuergebirge (poln. Góry Stołowe) tun das die Reptilien und die Fledermäuse: um Energie zu sparen, verlangsamen sich Atmung, Herzschlag und Stoffwechsel – auch die Körpertemperatur sinkt ab.

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Im Januar, bei tiefsten Jahrestemperaturen, bedeckt das Heuscheuergebirge eine dicke Schneedecke, die den Tieren Zugang zur Nahrung erschwert. Sie verzehren dann die aus dem Schnee herausragenden Teile von Pflanzen, Sträuchern und jungen Bäumen. Für Rehe, Hirsche und Wildschweine ist es eine schwere Zeit und häufig suchen sie die Nahrung in der Nähe menschlicher Siedlungen.


Februar

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Bei mildem Wetter lässt der Fichtenkreuzschnabel seine Jungen auch im Winter aus dem Nest. Das Weibchen legt Eier zu einer für unsere geografische Breite ungewöhnlichen Zeit, sogar im Januar. Im Februar erfolgt die Ankunft der ersten Vögel.

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Bereits Mitte Februar beginnen manchmal die Haselnusssträucher und die Schwarz-Erle zu blühen. Die Natur gibt uns so das Zeichen, dass der Vorfrühling begonnen hat.

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Auf feuchten Böden kann bei niedrigen Temperaturen das Fasereis entstehen. Durch Kapillarkräfte steigt das Wasser aus dem Boden auf und gefriert an der Oberfläche, wodurch die Pflanzenwurzeln und die Schlupfwinkel kleiner Säugetiere zerstört werden können. Die Eiskristalle bilden dabei verschiedene Formen, z.B. Nadeln.


März

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Wir beginnen die ersten Symptome des Frühlings zu beobachten. Auf feuchten Gebieten blühen Schneeglöckchen und Märzenbecher. Zu blühen beginnt auch der Huflattich. An den Bäumen erscheinen pralle Knospen, an den Weiden die Kätzchen. Sehr attraktiv sieht der Seidelbast aus, dessen rosafarbene Blüten sich vor den Blättern entfalten.

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Auf den 20. oder 21. März fällt die Frühlingstagundnachtgleiche. Für sechs Monate rückt der Nordpol näher an die Sonne als der Südpol, die Nordhalbkugel bekommt also mehr Licht. Im Gegensatz zur Südhalbkugel werden im Norden die Tage länger als die Nächte.

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Am 21. März beginnt der kalendarische Frühling. Die Reptilien erwachen nach dem Winterschlaf und suchen die Gewässer auf – es beginnt die Paarungszeit. Im Heuscheuergebirge erwachen als erste die Grasfrösche, bald darauf die Erdkröten und Feuersalamander, Teich- und Bergmolche.


April

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Zu blühen beginnt die Hohe Schlüsselblume. Ihre gelben Blüten stehen in Dolden auf einem unverzweigten Stängel. Sie kommt auf feuchten Wiesen, im Gebüsch und in Laubwäldern vor. In der Volksmedizin und der Pflanzenheilkunde gilt die Hohe Schlüsselblume als Heilpflanze – besonders bei Erkältungen.

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Die Natur belebt sich stark. Die Tiere, die Winterschlaf hielten, Baumschläfer, Dachse oder Igel, beginnen nach der Nahrung zu suchen. Meist im April endet im Heuscheuergebirge die Paarung von Reptilien, es beginnt die sog. trophische Periode, in der sich die Tiere auf den Nahrungserwerb konzentrieren. Ihre Paarungszeit haben die Vögel.

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In den höheren Partien des Heuscheuergebirges blühen rosagrün die Heidelbeeren, rosaweiß die Preiselbeeren. Beide Pflanzen gehören zu Heidekrautgewächsen und benötigen einen sauren Boden. Ihre Früchte bilden Nahrung für viele Vogelarten und kleine Säugetiere.


Mai

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Im Mai blüht der Weißdorn und die Eberesche, auch Kiefern, Fichten und Tannen stehen in Blüte. Dasselbe tun die Trollblumen, im Volksmund auch Butterblumen, Kugelranunkeln, Butterkugeln oder Goldköpfchen genannt. Man hält sie für ein Symbol der Landschaft Glatz.

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Die Tage werden immer wärmer, auf der Großen Heuscheuer (Strzeliniec Wielki) lagern aber noch Schnee und Eis. Auch in der Hölle, einem ca. 25 m tiefen Felstunnel, wo es ein spezifisches Mikroklima gibt, herrschen Kälte und Feuchte. Gut gedeihen hier verschiedene Moose und Flechten.

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In dieser Zeit kommen zur Welt die Jungen der Rothirsche und der Rehe. Viele Volgelarten brüten bzw. beginnen, die aus den Eiern gerade geschlüpften Jungtiere zu betreuen. Im Heuscheuergebirge nisten viele Vogelarten, u.a. Birkenzeisig, Bundspecht und Sperlingskauz.


Juni

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Im Juni blüht der Holunder, ein in Europa gut bekannter Strauch. Seine weißen Blüten riechen angenehm. In dieser Zeit paaren sich die Eichhörnchen, meist zum zweiten Mal – zum ersten Mal tun sie das im Februar/März. Die Jungtiere kommen zur Welt Ende Juli/Anfang August.

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Außerhalb der Waldgebiete des Heuscheuergebirges kommen neun Orchideenarten (u.a. Weiße Waldhyazinthe, Großes Zweiblatt, Mücken-Händelwurz) vor, alle sind geschützt und man darf sie weder pflücken noch ausgraben.

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Am 21. Juni (im Schaltjahr einen Tag früher) findet auf der Nordhalbkugel die Sommersonnenwende statt. Es ist der Zeitpunkt, zu dem der Zenit der Sonne den nördlichen Wendekreis erreicht. In den Polargebieten dauert der Polartag. Auf der Nordhalbkugel ist es der längste Tag im Jahr, es beginnt der Sommer.


Juli

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Im Juli blüht die Winterlinde. Die hellgelben Blüten dieses Baumes locken mit ihrem angenehmen, süßen Duft Hunderte von Bienen an, die sie bestäuben. Dank ihrer schweißtreibenden und entzündungshemmenden Eigenschaften nutzt man die Blüten der Winterlinde in der Pflanzenheilkunde.

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Auf feuchten Waldlichtungen und am Waldrand reifen Mitte Juli die Kratzbeeren. Die schwarzen Früchte sind meist mit einem charakteristischen starken Belag bedeckt, sind essbar und schmecken sauer. Dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften nutzt man die Blätter junger Triebe in der Pflanzenheilkunde.

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Auf Feldern und Wiesen erscheinen die Parasolpilze. In den Wäldern entdeckt man die ersten Großpilze. Im Heuscheuergebirge sind es Fliegenpilze, Echte Steinpilze, Maronenröhrlinge, Edelreizker und Hallimasche. Manche von ihnen, z.B. die Speisemorchel, sind teilweise geschützt.


August

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Zu reifen beginnen die Holunderfrüchte und die Vogelbeeren. Es ist ein klares Zeichen, dass der Herbst im Anzug ist.

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Im August beginnen die Tiere sich auf den Winter vorzubereiten: sie essen sehr viel, um die Fettreserven zu sammeln. Manche von ihnen sammeln Vorräte, die in schweren Wintermonaten genutzt werden. Es ändert sich das Fell, manchmal auch seine Farbe: das Fell des Hermelins wird beispielsweise weiß.

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Ende August beginnen manche Vögel in warme Länder zu ziehen. Nach Afrika fliegen Schwarzstörche, Weißstörche, Rauchschwalben, Mehlschwalben und Mauersegler, nach Südeuropa Stare, Buchfinken und Lerchen. Aus nördlichen Regionen kommen hingegen nach Polen Seidenschwänze, Gimpel und Birkenzeisige.


September

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Die Wanderung in warme Länder beginnen manche Insekten. Für manche Schmetterlinge (Distelfalter, Admiral) ist es der Mittelmeerraum und Nordafrika.

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Auf den 22. oder 23. September fällt die Herbsttagundnachtgleiche. Für sechs Monate rückt der Südpol näher an die Sonne als der Nordpol, die Südhalbkugel bekommt also mehr Licht. Im Gegensatz zur Südhalbkugel werden im Norden die Tage kürzer als die Nächte. Auf der Nordhalbkugel beginnt der kalendarische Herbst.

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Im September beginnt die Herbstzeitlose zu blühen, die man häufig mit dem Krokus verwechselt. Die Herbstzeitlose wächst auf feuchten Wiesen, wo ihre Blüten einen hellvioletten Teppich bilden. Achtung! Die Pflanze und ihre Samen sind für Menschen und Tiere giftig.


Oktober

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Ende September und Anfang Oktober beobachten wir im Heuscheuergebirge die Inversionswetterlage, eine Umkehrung der üblichen Temperaturschichtung – Zunahme der Temperatur mit der Höhe über dem Boden. Eine Nebenerscheinung ist meist das „Nebelmeer“ – eine kalte Luft befindet sich am Boden und in den Tälern und die warme Luftschicht in den Höhenlagen.

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Im Herbst ändert sich die Farbe der Blätter an den Bäumen. Das Herbstlaub betreibt weniger Photosynthese, es verliert nach und nach seinen grünen Farbstoff (Chlorophyll). Die Bäume produzieren Carotinoide, die die Blätter gelb und orange färben, und Anthocyane, die dem Laub rote Farbe verleihen.

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Es beginnt die Brunft der Rothirsche. Die Männchen lassen ihre lauten röhrenden Rufe hören, um die Weibchen anzulocken. Sie beginnen damit am Abend und enden in der Morgendämmerung. Die Brunft dauert üblicherweise bis zu vier Wochen.


November

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Die Wanderung der Vögel nach Süden wird fortgesetzt. Im November tun das u.a. der Zeisig, die Amsel, die Bachstelze und der Turmfalke. In derselben Zeit kommen zu uns zum Überwintern die Vögel vom Norden, u.a. der Seidenschwanz.

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Das Fallen der Blätter ist eine Erscheinung, die die Laubbäume auf niedrige Temperaturen und das Wasserdefizit vorbereiten soll. Zuvor muss der Baum jedoch einen Schutzmechanismus in Gang setzen. Durch ein hartes und wasserdichtes Stückchen Kork werden die Löcher an den Blattstielen, durch die das Wasser gepumpt wurde, verschlossen. Deshalb fallen dann nach und nach die Blätter im Herbst durch Vertrocknen ab.

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Es tritt der erste Bodenfrost auf. Die Temperatur am Boden fällt unter Null Grad. Auf der Oberfläche kalter Gegenstände erscheint in dieser Zeit ein Niederschlag in Form von feinen Eiskristallen, der Raureif. Er entsteht beim Kontakt von Wasserdampf mit Objekten, deren Temperatur weniger als Null Grad Celsius beträgt.


Dezember

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Wie entsteht der Schnee? Bei entsprechender Kälte - deutlich unter dem Gefrierpunkt - gefrieren Wasserteilchen in den Wolken zu Eiskristallen. Ein Eiskristall besteht meist aus sechs Wasserteilchen. Daraus bilden sich dann die Schneeflocken. Manchmal kommt es zur Bildung kleiner Eiskugeln, der Schneegraupeln.

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Am 21. Dezember (im Schaltjahr einen Tag später) findet auf der Nordhalbkugel die Wintersonnenwende statt. Es ist der Zeitpunkt, zu dem der Zenit der Sonne den südlichen Wendekreis erreicht. Es beginnt der kalendarische Winter. Auf der Nordhalbkugel ist es der kürzeste Tag im Jahr, die nachfolgenden Tage werden immer länger.

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Im Winter beobachtet man einen der Prozesse der Felsverwitterung. Dieser Prozess findet statt, wenn im Winter Wasser in Gesteinsrisse eindringt, zu Eis gefriert (Spaltenfrost), wobei sich die Spalten ausdehnen, nach dem Schmelzen des Eises noch mehr Wasser in die nunmehr vergrößerten Spalten gelangt und durch dieses wiederholte Auftauen und Gefrieren letztendlich das Gestein zerspringt. Am intensivsten ist der Prozess, wenn die Temperatur um Null Grad Celsius schwankt. Das Wasser gefriert dann und taut bald auf.